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10 Jahre Fantasy Filmfest

By Alexander, 13/09/2009 17:02

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Ok, das ist natürlich nicht ganz wahr, eigentlich gibt’s das Festival schon etwas länger, 2009 waren wir bei Festival Nummer 23, das Ding findet jährlich statt, also könnt ihr euchs ja ausrechnen. Nein, aber 1999 war mein erstes Mal und mit einer Ausnahme war ich ich jedes Jahr zumindest auf 1-2, meistens eher 5-10 Filmen.

Wer es nicht kennt: Das Fantasy Filmfest ist in erster Linie ein Festival für Horror, Sci-Fi und Thriller in sieben deutschen Städten. Das Festival findet immer im Sommer statt, die Auswahl liegt so bei 80 Filmen jährlich, die in München auf das Cinema und das City verteilt sind. Wenn man den vollkommen bescheuerten deutschen Beschreibungen im Programmheft glauben darf handelt es sich natürlich bei jedem Film um ein Meisterwerk, aber gerade im Bereich Horror ist das natürlich nicht ganz der Fall. Insgesamt waren im Laufe der Jahre aber einige Perlen dabei und bei einigen Filmen ist das FFF die erste (teils Monate und sogar Jahre vor dem deutschen Kinostart) und oft auch fast die einzige Möglichkeit den jeweiligen Film im Originalton (und ungeschnitten) in Deutschland im Kino zu sehen. Kleine Auswahl der letzten Jahre: Brick, Memento, Princess Mononoke, Saw, Old Boy, Fulltime Killer, Sin City, Dark City, Cube, JCVD, Ghost In The Shell 2, Hellboy, Ichi the Killer, Let The Right One In und (etwas als Kontrast, Die fabelhafte Welt der) Amelie. 1999 war auch das erste Mal, dass ich was mit René Hoffmann unternommen habe (wenn man gemeinsam Filme macht startet man wohl am besten auch so), Film damals war The Boondock Saints (Der blutige Pfad Gottes): Das erste und einzige Mal, dass wir während eines Films Standing Ovations erlebt haben (plus anschließendem Filmriss). Ja so fängt alles an.

Nicht, dass jemand denkt, dass ich Werbung fürs diesmalige Festival mache, das Festival ist seit Mittwoch um, leider. Aber natürlich gab’s wieder was zu sehen, und bei meiner Auswahl von sechs Filmen gabs auch fünf Treffer, gute Quote.  Eine kleine Filmbesprechung kann da nicht schaden (die Titel verlinken übrigens direkt auf die IMDB):

Carriers

Der Eröffnungsfilm des diesjährigen FFFs und  Road Trip durch eine sterbende USA.  Fast das ganze Land wurde von einem Virus dahingerafft und vier junge Erwachsene versuchen sich zum Meer durchzuschlagen und eine Infektion mit allen Mitteln zu vermeiden. Ich persönlich finde die Grundidee ja spannend, Postapokalypse, Virus usw. Der Film fängt generell auch die Bedrohung durch das Virus gut ein, bringt die Leere verwaister Städte rüber und die Aussichtslosigkeit denen die wenigen noch Überlebenden gegenüber stehen. Schade nur trotzdem, dass der Film irgendwie doch so mittelmäßig ist:Konflikte sind vorhersehbar, Charakteren fehlt Tiefe (da kann auch Chris Pine der neue Captain Kirk in Star Trek nicht viel ausrichten), Situation werden einfach abgearbeitet ohne das viel mit Ihnen passiert (ein Subplot handelt von einem Vater, der seine kranke Tochter beschützt: spannender und emotionaler als die Reise der Hauptdarsteller) und Musik und Filmsprache sind einfach nur generisch ohne irgendeinen besonderen Akzent.  Das Ding hätte richtig was werden können und ist auch wirklich nicht schlecht, aber am Ende wünscht man sich einfach nur, dass er doch besser sein hätte können.

Thirst

Kommen wir vom Fehltritt zu einem der großen Highlights:  Der Name lässt es ja schon vermuten, Thirst ist ein Vampirfilm, aber ein ganz besonderer, alleine das Herkunftsland (Südkorea) lässt schon etwas anderes vermuten. Ein katholischer Priester (ja ein katholischer koreanischer Priester) lässt sich für Forschungszwecke quasi als guter Märtyrer mit einem tödlichen afrikanischen Virus infizieren. Dank besonderer Bluttransfusion überlebt er nicht nur das Virus sondern entwickelt ziemlich alle klassischen Eigenarten die man bei Vampiren so kennt und verfällt tief in eine ungeahnte Fleischeslust: Sex mit seiner neuen unglücklich verheirateten Freundin wechselt sich ab mit einem kräftigen Schluck Blut aus Transfusionen von Krankenhauspatienten.

Der Film ist natürlich etwas speziell. Aber genau das wünscht man sich ja bei Chan-wook Park, dem Regisseur von Sympathy for Mr. Vengeance, Oldboy und Joint Security Area. Nicht zu vergessen sind bei ihm noch I’m A Cyborg But That’s Ok und Lady Vengeance (bisher mein Favorit). Ich persönlich bin ziemlich großer Fan von Chan-Wook Park, ein Regisseur und Autor mit unvergleichlichem Stil. Thirst ist ein gutes Beispiel: Visuell fantastisch mit großartigen arrangierten Bildern und Kamerafahrten (inkl. herrlicher Referenz an ein ziemlich bekanntes Eggleston Foto), sehr intensiv erzeugten Momenten (unter anderem durch starke Bremsung des Erzähltempos), wirklich schmerzhafter Gewalt, absurdem Humor,  gut ausgearbeiteten Charakteren, abgefahren Situationen voller guter Ideen, gelungenem Einsatz von CGI und ein einem guten Maß an absurder Romantik. Thirst ist hier herrlich: Die Liebesgeschichte ist komisch und tragisch zugleich, de Charaktere sind eigen aber irgendwie liebenswert, die Erotik prickelnd auf eine vollkommen verdrehte Art und die Beziehungsprobleme unter Vampiren sind interessant ausgebaut. Das Erzähltempo ist ähnlich wie seinen anderen Filmen teils etwas schleppend für westliche Geschmäcker, aber Sitzfleisch wird immer wird mit herrlichen Ideen und großartigen Momenten belohnt. Für mich ein weiteres Highlight von einem der besten Regisseure Asiens.   Kinostart in Deutschland ist übrigens Oktober 2009. Hier übrigens noch ein Q&A mit ihm vom FFF in Hamburg:


Trick ‘r Treat

Trick ‘r Treat ist tatsächlich mal gelungener Horrorfilm, der zwar jedes Klischee für sich nutzt aber das auf etwas schlauere Art und Weise, nicht megagrausig oder übergruselig ist, aber Spaß macht und herrlich mit Erwartungen spielt. Storymäßig dreht sich natürlich alles um Halloween, aber mit dem Twist, dass mehrere Geschichten in einer Nacht erzählt werden, die natürlich miteinander verbunden sind: Eine als Rotkäppchen verkleidete Anna Paquin auf der Suche nach ihrem ersten Mal, Teenager die einen lange untergegangen Schulbus voll verwunschener Kinder suchen, ein Lehrer der kleine dicke Kinder vergiftet, ein alter Mann der von seiner Vergangenheit eingeholt wird und ein kleines Kind mit Sackmaske das eine neue Horrorkultfigur darstellen könnte. Man könnte die Erzählstruktur ein wenig mit (L.A.) Crash vergleichen, ansonsten gibt es natürlich ein paar Differenzen. Was mir einfach Spaß macht an dem Film: Er ist eher mit altmodischen Horrorkonventionen wie in Creepshow verbunden und spielt damit: Vermeintliche Opfer werden zu Tätern, eine eigentlich klar vorhersehbare Horrorsituation dreht sich noch mal und und und. Der Film hat dieses Augenzwinkern, einfach ein Spaß am Makabren ohne nur exakt die breitgetretenen Slasher oder Torture Porn Pfade abzulaufen (auch wenn der Trailer eher ernste Standardkost vermuten lässt). Vielleicht darf man daher dem Internet glauben, dass Trick ‘r Treat das Zeug zum kleinen Kultfilm hat, ich würds im durchaus wünschen. Realistisch gesehen, wird der Film aber nicht in Deutschland im Kino landen, sondern direkt auf Video ausgewertet.


Moon

Ein nach dreijähriger Mission auf dem Mond vollkommen vereinsamter Sam Rockwell trifft unter seltsamen Umständen sein zweites ich. Moon ist inzwischen der Favorit vieler Festivals, sowohl bei Publikum als auch bei Kritikern. Was als Szenario etwas seltsam klingt ist ein schöner kleiner Film mit einem fantastisch spielendem Sam Rockwell im Zusammenspiel mit sich selbst und einem von Kevin Spacey gesprochenen Computer. Visuell ist der Film exzellent mit schönen Sets und handgeschaffenen  (Modelle, kein CGI) Mondeffekten, emotional ist er packend und die Inszenierung geht auch einfach mal weg von der Überdramaturgisierung die mich sonst in vielen Sci-Fi Filmen im All nervt: Keine ständigen Meteoritenschauer, keine Basis kurz vor der Selbstzerstörung, kein Sauerstoff der auszugehen droht, kein durch und durch böser Computer und auch kein abgedrehtes Monster das alle abmurkst. Wem Sunshine am Anfang noch getaugt und am Ende nur den Kopf geschüttelt hat, könnte Moon richtig gut gefallen. Der Konflikt vom einsamen Mann auf dem Mond der sich selbst entdeckt reicht tatsächlich auch für große Emotionen. Klingt immer noch seltsam? Naja der Film ist auch vom Sohn von David Bowie ;) Apropos große Emotionen: Der Score von Clint Mansell (u.a. Requiem For A Dream, The Fountain) ist ein Traum, das Titelthema geht mir nicht mehr aus dem Kopf, für mich der Soundtrack des Jahres. Einziger Wehrmutstropfen: Nach derzeitigem Stand kommt der Film in Deutschland nicht ins Kino, der Verleih geht wohl davon aus, das der deutsche Kinogeher kein Herz für einsame Astronauten hat. Sehr schade.


District 9

Der wie schon mal geschrieben meisterwartete Film von mir in den letzten Monaten. Aliens die unter Apartheid ähnlichen Zuständen in den Townships von Johannesburg hausen sind mal ein vollkommen anderes Szenario. Der Film wirkt generell gleich ein wenig anders als klassische Filmkost: Der Film wird in einer Mischform aus klassischer Spielfilmsprache, Nachrichtenschnipseln und Dokumentarfilm erzählt. Interviews wechseln sich mit Action ab und eine immerwährende Handkamera führt einen direkt ins geschehen. Das ganze wird noch unterstützt durch einen hervorragenden Hauptdarsteller (Sharlto Copley als Wikus Van De Merwe – welch geiler Name ;) der sich nach der Infizierung mit Alien DNA vom naiven Bürokraten zum Freiheitskämpfer für Aliens entwickelt. Was genial ist: Alles wirkt aus einem Guss: Die schmutzigen Slums und der allgemeine Look des Films, die Inszenierung, die Darsteller und besonders die Spezialeffekte: Die Aliens und Effekte sind so durchgehend gut gelungen dass man in der nächsten richtigen Nachrichtensendung fast echt ein UFO über Johannesburg vermuten könnte. Szenario, Effekte und Filmsprache sind genial, auch emotional ist der Film packend und mitreissend: Man leidet richtig mit dem trotteligen Wikus mit, wird direkt in dieses etwas andere Südafrika gestürzt, selbst bei den Aliens gibt es ein Vater und Sohn Duo das emotional den Ton trifft.

Probleme? Ja, gerade bei einem Film, der einem im Netz als das absolut große Ding, als neue Filmoffenbarung versprochen wird gibt es einige davon: Was am Anfang noch unglaubliches Potential verspricht wandelt sich irgendwann in einen sehr simplen B Actionfilm mit faden eindimensional Bösewichten. Sowohl die omniösen Betreiber des Aliencamps als auch die nigerianische Mafia wollen nur eines: Die per DNA nur für die Aliens (im Film übrigens böse Shrimps genannt) nutzen: praktisch wenn der arme Wikus dann auch mit dieser DNA verseucht ist. Was dann rauskommt ist etwas vorhersehbar: Die Bösen bekommen ihre Waffen: Auf der falschen Seite der Mündung. Wikus ballert sich im Alienkampfrobotor durch Horden von schwerbewaffneten Söldnern und die Alienwaffen werden ihrer Nachfrage sehr, sehr gerecht: Getroffene Menschen werden regelrecht in Stücke zerfetzt, Transformers trifft Splattereffekte und Wikus ballert seinen neuen Freunden den Weg frei. Die Action ist natürlich genial und ja, ich stehe auf Splatter, auf den Instagib-effekt (siehe Egoshooter) den man hier zu sehen bekommt. Das Ding bietet Wumms für Erwachsene, schade nur, das es am Ende nicht mehr unbedingt den Grips für solche bietet.

Aber nicht falsch verstehen: Ich finde das Ding super, von Inszenierung bis zum Emotionalen Kontext, aber es ist am Ende doch nur ein wirklich guter Actionfilm, aber ein sehr gutes Debüt für Regisseur Neill Blomkamp. Da kommt ein ziemliches Talent auf den Kinogucker zu. Noch was: Der Film ist zwischenzeitlich schon in Deutschlland angelaufen: A) Reingehen B) Aber nicht synchronisiert. Die südafrikanischen Akzente sind so genial und geben einen solchen Atmospärebonus, es wäre echt schade, sich das durch Hochdeutsch zu zerstören.  Und bevor ich es vergesse: Der film basiert auf dem genialen Kurzfilm Alive in Joburg, stylistisch sehr ähnlich und sehr empfehlenswert, unbedingt angucken.


Bronson

Die große Überraschung. Basierend auf dem Leben von Großbritanniens berüchtigsten Gefängnisinsassen Charlie Bronson ist der Film eine visuelle unglaublich genial inszenierte Nummer. Herrlich stylisierte Bilder mit leicht surrealem Grundton erzählen der Story, Erinnerungen an Kubrick werden wach, während der wirklich beeindruckend spielende Tom Hardy den fast schon kindlich naiven Gewaltversbrecher wie in einem bizarren Theaterstück inszeniert.  Der Grundton hat schon eine gewisse Ironie wenn Bronson sich wie ein wildes Tier wieder und wieder Gefängniswärtern in vollem Riot Gear stellt und durchboxt während er bei seiner Mutter wie ein kleiner Junge jammert nachdem er herausfindet, dass sie einen Großteil seines Kinderzimmers aufgelöst hat. Ein herrlich abgedrehtet Film mit guten Ideen, klasse eingesetzter Musik (Pet Shop Boys in der Irrenanstalt) und einer klaren, ruhigen und expressionistischen Filmsprache. Für mich ein ziemlicher Gemeimtipp. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass ich mir jetzt wohl vom selben Regisseur Nicolas Winding Refn die Pusher Trilogie besorgen werden, von der Art von Inszenierung will ich mehr sehen. Ähnlich wie der seelenverwahnte Chopper wird Bronson wohl irgendwann mal in Deutschland auf Video landen, dann lieber gleich die jetzt in UK erhältliche Blu-Ray importieren.

Fazit:

Zumindest von den gesehen Filmen ein doch empfehlenswertes Jahr, sowohl Moon (herrliches Moodpiece), District 9 (der etwas andere Sci-Fi Actionfilm) und Trick ‘r Treat (Horror der Spaß macht) kann ich sehr empfehlen, wer es etwas spezieller mag sollte aber auch unbedingt Thirst (Chan-Wook Park inszeniert einfach fantastisch) und Bronson (fast ein kleiner Kubrick) eine Chance geben. Ich muss aber zugeben, dass ich dieses Mal wirklich nur an der Oberfläche gekrazt habe. Gerade dieses Jahr waren einige interessante Filme aus Frankreich dabei und Horrorfilme mit (wie vom Festivalleiter ausgedrückt) schwererziehbaren Kindern waren dieses Jahr reichlich vertreten. Schaut doch einfach mal auf die Website, damit ihr seht was euch auch wieder nächstes Jahr erwarten könnte:

http://www.fantasyfilmfest.com/

Watchmen Director’s Cut – Die US Blu-Ray

By Alexander, 25/08/2009 20:49

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Da meine Tastatur spinnt und was neues eh nicht schadet, habe ich einfach einen kleinen Podcast zur US Blu Ray vom Watchmen Director’s Cut aufgenommen. Sind 15 Minuten etwas müdes Rumgestammel, aber versuchen kann mans ja mal ;)

Podcast #1 – US Blu-ray Watchmen

Weitere Links zu Watchmen und zur Blu-ray:

http://www.imdb.com/title/tt0409459/

http://www.blu-ray.com/movies/movies.php?id=5150&show=review



Filmtipp: Hardware

By Alexander, 20/07/2009 23:03

This is what you want… This is what you get…

Hardware 1

Hardware ist so ein Beispiel für einen dieser seltsamen Filme, die zwar teils gar nicht funktionieren aber bei denen es einfach doch ‘Klick’ macht. Ein Kuriosum von 1990, ein bisschen wie eine Mischung aus Fallout und Terminator mit einem leichten Arthaustouch kommt Hardware daher und der Film ist definitiv nicht perfekt  aber Stimmung und visueller Stil bleiben einfach hängen. Das ist die Art von Film die man irgendwann als Kind im Mitternachtsfernsehen gesehen hat um danach auf ewig das eine oder andere Fragment im Kopf zu haben. Irgendwas hat da Regisseur Richard Stanley gewaltig richtig gemacht: Hardware brennt ein.

Der Film erschien auf DVD und Blu-Ray das erste Mal in ansprechender Form mit ziemlich gutem Bild und soliden Extras. Praktischerweise sind noch ein paar Kurzfilme von Richard Stanley mit drauf, wo sich wieder alles von Hardware abzeichnet: ‘Story häh?’ aber visuell und atmosphärisch sind schon die guten Bits da. Ich könnte jetzt natürlich noch ein wenig länger über das Ding schreiben, aber das hat der gute Christian Genzel auf Wilsons Dachboden schon viel ausführlicher getan:

http://wilsonsdachboden.blogspot.com/2009/07/harte-ware-bei-genzel.html

Und verbleibe derweil mit einem nicht enden wollenden Ohrwurm von einem der Songs aus Hardware von Public Image Ltd:

This is what you want… This is what you get…

This is what you want… This is what you get…

This is what you want… This is what you get…

Hardware 2Übrigens: DVD und Blu-Ray gibt es vorerst nur in Großbritannien. In Deutschland hieß der Film M.A.R.K. 13 – Hardware.

Weitere Infos zu Film und Blu-Ray gibt’s außerdem hier:

http://akas.imdb.com/title/tt0099740/

http://www.blu-ray.com/movies/movies.php?id=5009&show=review

 

Short Film: Alive in Joburg & Trailer: District 9

By Alexander, 09/07/2009 17:04

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‘District 9′ is definitely one of those movies I’m still looking forward to this year. It’s a Sci-Fi feature by Neill Blomkamp (that’s the guy who made the commercial with the Citroen that turns into a robot to do some jiggy dance moves) based on his short ‘Alive in Joburg’. The short is about aliens stranded in Johannesburg living under horrible township like conditions and normal human people with lives affected by them. A twisted comment on apartheid so to speak, made up like a little documentary.  The feature film should take all to a grander, more action oriented scope. Interestingly enough Peter Jackson (the guy who made such little films as ‘Brandead’, ‘Lord of the Rings’ and ‘King Kong’) is on board as producer and is finally backing up Blomkamp after the long announced ‘Halo’ movie never saw a greenlight. Talking about video games: If you played ‘Half-Life 2′ you might have a déjà vu with City 17, only that in Disctrict 9 it seems to be the other way round.

If you want more info you should take a look at the official and brilliantly made website:

http://www.d-9.com/

or on the Internet Movie Database:

http://www.imdb.com/title/tt1136608/

You can watch the short here:

And the trailer here:

By the way: I really love those South African accents. Oh and before I forget: Release date in Germany is the 22nd of October.

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Watchmen – Der Film

By Alexander, 07/03/2009 14:11

Der Film ist draussen, und…

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…alles ist gut! Nachdem seit schon fast 20 Jahren überlegt wurde wie das Ding umzusetzen ist, ist es ja fast ein kleines Wunder. Regisseure wie Terry Gilliam behaupteten das Buch wäre unverfilmbar, Paul Greengrass ist an seinen eigenen Ansprüchen gescheitert und jetzt hat Zack Snyder es tatsächlich geschafft. Also gefällt mir der Film: Ja und wie! Ist es das mögliche Meisterwerk, das manche erwarten: Nein, wohl nicht. Ich habe das Buch eh schon gelobt bis zum umfallen, daher gehe ich jetzt einfach nur die größeren Unterschiede ein. Eigentlich ist Watchmen ja wie das Buch, ich weiss nicht was daran jetzt so unverfilmbar war: Abgesehen von einigen Vereinfachungen und notwendigen Kürzungen ist der Plot fast 1 zu 1 der gleiche. Quasi jede Szene ist wiedererkennbar, Dialoge wurden oft einfach direkt übernommen, genauso wie visuelle Referenzen. Nicht falsch verstehen, das Buch hat schon einiges mehr, aber nichts dass jetzt vollkommen zu vermissen wäre. Die Atmosphäre ist super eingefangen und die meisten Darsteller machen ihren Job verdammt gut: Patrick Wilson und Jackie Earle Haley sind absolut herausragend. Der einzige Tiefpunkt ist Malin Ackerman, die zwar ok ist, aber nicht wirklich mit großen schauspielerischen Leistungen aufwartet. Evtl. kann Zack Snyder einfach keine Frauen in seinen Filmen führen: Lena Headey wirkt in 300 auch wie auf Stelzen. Apropo 300, ja es ist der selbe Regisseur aber nein es ist nicht die selbe Quelle. Der Plot von 300 passt auf eine Briefmarke und alle Figuren sind bestenfalls Archetypen während Watchmen mit 163 Minuten Laufzeit einen immer noch nach mehr schreien lässt und richtige Charaktere, eine richtige Welt ausbaut. Ein ähnliches Problem haben aber beide: Beide sind sehr nah an der Graphic Novel, eventuell zu nah. Die wirklich oft  gleich übernommenen Dialoge wirken manchmal etwas hölzern, Szenen etwas unwirklich, Schauspieler etwas fehl am Platz. Das ist nicht weiter schlimm, irritiert aber manchmal ein wenig.

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Ich war ja etwas verunsichert dass der Film die Charaktere etwas kalt lässt und so sehr zu Actionfilm mutiert, aber auch hier ist alles in Ordnung. Der Film ist generell Dialog und Stimmungslastig und alle Actionszenen gibt es in dieser Form auch mehr oder weniger im Buch, nur hier wird dem snyderschen Irrsinn wieder etwas Tribut gezollt. Das Buch war der Hinsicht recht simpel, kurze Beats, aber spannend und einfallsreich, im Film geht’s da aber etwas mehr zu Sache. Die Actionszenen sind schnell und zackig, aber immer nachvollziehbar geschnitten, die Charaktere schlagen in einer Art um sich, dass Jet Li wohl keine Chance hätte, die Zeitlupen kommen dick zur Geltung. Das ist übertrieben, ja, aber wer die Action in 300 mag wird die Actionszenen hier wohl lieben, ich bin zumindest recht glücklich. Eine weitere massive Änderung zum Buch: Der Gewaltfaktor wurde ordentlich angehoben, wo vorher maximal ein bisschen Blut zu sehen war, werden hier Knochen gebrochen, Beine durchschossen und Leute durch Dr. Manhatten in Einzelteile zerfetzt. Ist das nötig: Nein! Aber es macht wirklich mal wieder Spaß etwas Splatter zu sehen, der wirklich schön mit Comicmäßigem Punch eingesetzt ist.

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Ansonsten schafft es der Film auch auf eigenen Beinen zu stehen.  Watchmen hat nicht die Zeit wie das Buch, schafft es aber anderweitig herrlich die Stimmung einer Welt zu erzeugen, die unserer gar nicht so unähnlich ist. Insbesondere Musik wird hierfür herrlich genutzt, z.B. von Nena (ja es kommt 99 Luftballons vor in Watchmen) bis Simon & Garfunkel, von Bob Dylan bis zu einer irrwitzigen Parodie auf Apocalypse Now mit dem Ritt der Walküren. Der Film nutzt das meistens verdammt erfolgreich. Apropos 99 Luftballons, der Film spielt immer noch in den 80er Jahren, der Stil ist teilweise mit ein paar herrlich modischen Aussetzern (dicke Hornbrillen etc.) geschmückt, das Produktionsdesign bringt die Era gut zur Geltung. Und ja, auch die Detailfülle des Buches, die viele kleinen Details kommen zur Geltung. Beispielsweise hab es im Buch den kurzen Verweis das Hooded Justice, der geschichtlich erste Held im Kostüm, möglicherweise ein Deutscher war; im Film hat er nur ein ganz kurze Szene, aber wenn man im englischen Original etwas genauer hinhört, dann ist der Akzent definitiv da. Und solche Details hat der Film wirklich viele, selbst das Uhrwerk kommt vor: Eine riesige Uhr zeigt in den Nachrichten die Wahrscheinlich des dritten Weltkrieges. Das Beste natürlich, um diese Welt einzuführen ist der über fünf Minuten lange Vorspann der wirkt als würde man sich durch ein perfekt gestaltetes Museum der letzten 45 Jahre bewegen. Alles was im Buch im Detail erklärt, wird hier kurz angerissen: Die Minuteman der 40er, die gesellschaftlichen und politischen Änderungen, Silk spectre als Pinup auf einem Bomber im zweiten Weltkrieg und noch ein wenig mehr: Andy Warhol lässt sich von Night Owl inspirieren, Ozymandias steht vor Studio 54 während hinter ihm David Bowie, Mick Jagger und die Village People abhängen.  Und dazu spielt Bob Dylans “The Times They Are A-Changin’”. Für mich quasi perfekt. Wer den Vorspann sehen will, klickt einfach auf das Bild der Minutemen zum downloaden oder streamen, er ist tatsächlich online erhältlich:

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Kommen wir zum Ende. Vielleicht auch zum Ende des Films. Das ist nämlich das Einzige was relativ stark abweicht, nicht in Stimmung und nicht am tatsächlichen Ausgang, aber das Endereignis ist etwas anders. Ich persönlich finde es etwas besser, es ist realistischer und passt mehr in einen Realfilm, während das Original eher comichaft gewirkt hat. Nichtsdestotrotz ist das Ende relativ harter Tobak, das Buch hat hier schon mit einem Verweis auf den 11. September vorgegriffen und der Film hält sich nicht zurück. Die Twin Towers stehen in Watchmen übrigens noch. Was mir noch einfällt: Richard Nixon sieht im Film schon arg lächerlich aus, vielleicht ist das sogar mein größter Kritikpunkt. Anyway ich bin zufrieden, ich sehe den Film bestimmt mehrmals im Kino und anschlißend auf Blu-Ray und kann ihn eigentlich auch uneingeschränkt weiterempfehlen. Wer das Buch kennt wird dem Film wohl etwas mehr abgewinnen können, aber alle die gestern mit mir ohne Vorkenntnisse im Film waren sehr, sehr positiv angetan. Wohl ein weiterer Film in meiner Top 5 dieses Jahr. Großes Kino also mit Nena, Nixon und Superhelden!

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Brad und Quentin mögen wohl keine Nazis

By Alexander, 27/02/2009 19:00

Es gibt einen ersten Trailer von Inglourious Basterds: Neue Tarantino-Kost. Spaß macht er schon: Eli Roth  schreit Ten-Hut, Brad Pitt gibt ‘ne ordentliche Rede, Til Schweiger guckt böse und Adolf Hitler schreit ‘Nein! Nein! Nein!’. Hm, aber ist es wirklich vertretbar und unterhaltsam Nazis in Comicfiguren  zu verwandeln und  als Tarantinos kleinen Stil-Spaß-und-Gewalt-Cocktail zu präsentieren? Urteilt selbst:

Ihr könnt den Trailer natürlich auch runterladen.  Das englische Original ist wohl im Bezug auf Auflösung zu bevorzugen, bei der recht drastischen Wortwahl ist glaube ich nichts zensiert worden. Einfach auf eines der Poster klicken. An diesen könnt ihr natürlich auch ganz gut sehen, inwieweit das amerikanische (oben) und das wohl eher für Deutschland (unten) genutzte Marketing aus sehr nachvollziehbaren Gründen auseinanderdriften:

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http://www.moviemaze.de/media/trailer/4640,inglourious-basterds.html

The Keene Act & YOU

Ein bisschen ‘alternative’ US Politik schadet nicht ;)

Being vigilant is not a crime. Being a vigilante is.

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The Wrestler – Weniger ist mehr

By Alexander, 26/02/2009 00:00

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The Wrestler hat es wohl jetzt schon geschafft in den Top 5 meiner Lieblingskinofilme 2009 zu landen. Klein und simpel kommt er daher, nicht Mickey Rourke als Randy the Ram natürlich, sondern der Film selbst. Quasi im steilen Kontrast zu den aufgebauschten Wrestlingallüren der Achtziger:  zu den grellen Farben, dem Rock und Fangegröle und den glänzenden, testosteronbebenden  Muskelmassen steht ein Film, der sich vollkommen in seinem Stil zurücknimmt.  Faszinierenderweise unter der Regie von Darren Aronofsky der mit Pi, Requiem For A Dream und The Fountain bisher die Sinne eigentlich immer aus allen Rohren (erfolgreich) befeuert hat.

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Roh wie ein Dokumentarfilm, der ohne offensichtliche Schnitt- oder Lichtspielereien auskommt glänzt The Wrestler mit Einfachheit und Blick auf das Wesentliche.  Auch alltägliche  simple Momente können einfach ‘atmen’, Szenen dürfen ohne gigantische Musikuntermalung emotional werden, Wrestlingkämpfe wirken ohne Zeitlupe und Schnittstakkato brachial und intensiv.  Die Geschichte selbst von Drehbuchautor Robert D. Siegel wirkt fast schon klein, puristisch,  ja geradezu simpel und trotzdem oder gerade deswegen kann der Film ein komplettes menschliches Schicksal perfekt wiederspiegeln.  Klar ist Mickey Rourke fantastisch, vielleicht ist er wohl einfach auch nur er selbst, seine Präsenz allein definiert schon den tragischen Helden des Films. Aber auch Marisa Tomei und Evan Rachel Wood überzeugen mit kurzen aber prägnanten Abschnitten als mögliche Rettungsanker für Randy. Wenig ergibt unglaublich viel und so wirkt The Wrestler genauso wie der gleichnamige und natürlich im Film verwendete Bruce Springsteen Song: Low-key maybe, aber ein kleines und ergreifendes Meisterwerk.

Mehr Infos zum Film auf der IMDB:

http://www.imdb.com/title/tt1125849/

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